Glas unter dem Wasserhahn

Trinkwasser in Deutschland: Herkunft, Aufbereitung & Qualität

Glas unter dem Wasserhahn

Immer wieder liest man Artikel über den Nitratgehalt im Grundwasser oder die Trinkwasserbelastung durch Arzneimittel. Themen, die viele Fragen aufwerfen und zu Bedenken führen, ob das Trinkwasser in Deutschland unbedenklich ist, woher es kommt, wie es aufbereitet wird und was Sie selbst tun können, um eine optimale Trinkwasserqualität zu gewährleisten.

Wir haben Ihnen die wichtigsten Fakten zum Thema Trinkwasser in Deutschland zusammengefasst.

Woher kommt unser Trinkwasser?

Als wasserreiches Land steht Trinkwasser in Deutschland in ausreichendem Maß zur Verfügung. Von 188 Milliarden Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr werden gerade einmal 7,1 Prozent für die Trinkwasserversorgung verwendet.

Die Quellen, aus denen das Trinkwasser gewonnen wird, sind allerdings je nach Region unterschiedlich.

  • Grundwasser: Der größte Anteil unseres Trinkwassers (ca. 61 Prozent) stammen aus dem Grundwasser. Grundwasser entsteht durch das Versickern von Niederschlägen, See- und Flusswasser. Das Grundwasser besitzt zumeist eine sehr gute Qualität und wird über Brunnen aus Tiefen bis zu 400 Metern gewonnen.
  • Quellwasser: Quellwasser ist Wasser, das zutage tritt. Ob es sich als Trinkwasser eignet, hängt davon ab, ob das Wasser aus tieferen Schichten oder aus oberflächennahen Quellen tritt. Oberflächennahes Wasser muss häufiger aufwendig gereinigt werden.
  • Angereichertes Grundwasser: Angereichertes Grundwasser entsteht durch ein Verfahren, in dem die Menge an Grundwasser durch gezielte Versickerung erhöht wird.
  • Oberflächenwasser: Zu dieser Kategorie zählen Wasser aus See- und Flusswasser.
  • Uferfiltrat: Uferfiltrat wird durch Brunnen in der Nähe von Flüssen und Seen gewonnen. Ähnlich wie beim Oberflächenwasser ist häufig notwendig, das Wasser aufzubereiten, bevor es in das Trinkwassernetz geleitet wird.

Verteilung der Trinkwasserquellen in Deutschland

In Schleswig-Holstein, dem Saarland, in Bremen und Hamburg, erfolgt fast die gesamte öffentliche Trinkwasserversorgung mit Grund- und Quellwasser. In Sachsen hingegen wird das Trinkwasser zu 73 Prozent aus Seen und Talsperren (Oberflächenwasser) gewonnen.

Je nach den Region variiert auch die Zusammensetzung und der Härtegrad des Trinkwasser, da die verschiedenen Rohwasserarten unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Wasser, das jahrelang durch Gestein gesickert ist, ist sauberer und hat deutlich mehr mineralische Bestandteile als Wasser in einem See, der sich aus Flüssen und Regenwasser speist.

Für das Bundesland NRW stellt der WDR beispielsweise eine Webseite zur Verfügung, auf der Sie mithilfe Ihrer Postleitzahl Informationen über die Zusammensetzung Ihres Trinkwassers und den Härtegrad erhalten.

Viele Verbraucher fragen sich, was eigentlich gesünder ist: Leitungswasser oder Mineralwasser? Eine hilfreiche Infografik, welche Wasserversorgung für Sie am besten geeignet ist, finden Sie in unserem Blogartikel “Leitungswasser vs. Wasser aus Flaschen – ein Vergleich”.

Wie wird Trinkwasser in Deutschland aufbereitet?

Bis wir sauberes Trinkwasser genießen können, muss das Wasser erstmal aufbereitet werden. Hierzu wird das gewonnene Rohwasser in Wasserwerken durch chemische und physikalische Verfahren zu Trinkwasser aufbereitet. Die Aufbereitung wird durch die deutsche Trinkwasserverordnung  (TrinkwV 2001) geregelt.

Welche Verfahren zum Einsatz kommen, hängt davon ab, aus welcher Quelle das Wasser gewonnen wurde. Grundwasser weist in Deutschland beispielsweise häufig hohe Eisen- und Mangangehalte auf, die durch Aufbereitungsverfahren, wie Belüftung, Sand- oder Kiesfiltration, entfernt werden. Eine Liste mit gängigen Filterverfahren findet Sie hier.

Das aufbereitete Trinkwasser verlässt das Wasserwerk und fließt durch ein weit verzweigtes Rohrnetz bis zum Wasserhahn der Verbraucher. Nach dem Gebrauch wird das Wasser als Abwasser in die Kanalisation gespült, gereinigt, in das Grundwasser geleitet und der Trinkwasserkreislauf beginnt wieder von vorn.

3 Tipps für eine bessere Trinkwasserqualität

Trinkwasser gehört in Deutschland zu den am strengsten kontrollierten Lebensmittel. Dennoch können Sie als Verbraucher zu einer besseren Wasserqualität beitragen.

  1. Wasser nicht unnötig verschmutzen: Achten Sie darauf, Wasser nicht unnötig zu verschmutzen und helfen Sie dabei, dass zum Beispiel unverbrauchte Arzneimittel, Farbreste oder andere Chemikalien erst gar nicht ins Wasser gelangen, sondern fachgerecht entsorgt werden.
  2. Auf frisches Trinkwasser achten: Stagnationswasser entsteht, wenn Wasser über längere Zeit (mehr als vier Stunden) in der Wasserleitung steht. Das kann zum Beispiel sein, wenn das Büro am Wochenende nicht benutzt wird oder die öffentliche Einrichtungen, wie Schulen und Kindergärten geschlossen haben. Stagnationswasser sollten Sie nicht mehr zum Zubereiten von Speisen und Getränken verwenden, da es Verunreinigungen wie Blei und Kupfer enthalten kann. Lassen Sie das Stagnationswasser aus diesem Grund immer ablaufen oder nutzen Sie einen Wasserspender, der über einen automatischen Stillwasserstoß verfügt.
  3. Wasserqualität sicherstellen: Wasserversorger müssen über die Qualität des Trinkwassers in Ihrer Region informieren. Sie finden auf den Internetseiten der Anbieter die relevanten Informationen, um die Qualität Ihres Wasser zu prüfen. Da viele Verunreinigungen jedoch erst auf den letzten Metern entstehen, ist der zusätzliche Einsatz von mehrstufigen Filtersystemen sinnvoll. Diese reinigen das Wasser nicht nur, sondern verbessern gleichzeitig den Geschmack.

Trinkwasserspender für bessere Trinkwasserqualität

Mit Trinkwasserspendern von aQto können Sie die Qualität Ihres Trinkwasser sicherstellen und unkompliziert von den Vorteilen eines Filters, Stillwasserstroßes und Rückverkeimungsschutzes profitieren. Ganz gleich, ob Sie die Wasserversorgung in Ihrem Büro, Schule oder der Kantine verbessern wollen.

Vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch und überzeugen Sie sich in einem kostenlosen Test selbst.

Wasserspender kostenlos testen






Die abgesendeten Daten werden nur zum Zweck der Bearbeitung Ihres Anliegens
verarbeitet. Weitere Informationen finden Sie in unserer
Datenschutzerklärung.

Wasserspender testen & Trinkwasserqualität steigern

Sie haben die Möglichkeit unsere Wasserspender Genius 15 sowie das Standardmodell der BASIC SE Line für zwei Wochen kostenlos zu testen. Schreiben Sie uns hierfür über das Kontaktformular. Für weitere Fragen oder eine kostenlose Beratung können Sie uns ebenfalls über das Kontaktformular erreichen.